Heterosexuelle Abgeordnete küssen sich für die Homoehe
Die französischen sozialistischen Abgeordneten Yann Galut and Nicolas Bays küssten sich bei den landesweiten Demonstrationen für die Homoehe öffentlich. Beide sind heterosexuelle Familienväter. Die konservative Opposition ist empört
Manchmal sagt ein Bild wirklich mehr als Tausend Worte. Zum Beispiel das von zwei sich küssenden Männern, die Abgeordnete in der französischen Nationalversammlung sind. Yann Galut und Nicolas Bays sind diese beiden Männer. Galut sagte Journalisten am Sonntag: “Wir sind beide heterosexuell, verheiratet und haben Kinder. Unser Kuss war ein Zeichen der Solidarität. Er heißt: Wir, zwei Parlamentsabgeordnete beginnen am Dienstag in der Nationalversammlung, für die Homoehe zu streiten. Und wollten alle Homosexuellen in Frankreich so nur wissen lassen, dass wir ihre Forderungen nach Gleichberechtigung teilen und unterstützen.”
Das französische Parlament hat heute Nachmittag begonnen, über die genaue Gesetzgebung zu beraten, die in Frankreich zur Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare führen soll. Seit Wochen gibt es Demonstrationen für und Proteste gegen das Gesetzesvorhaben. (pasch)
Französische Regierung kündigt Öffnung der Ehe für 2013 an
Nachdem die Sozialisten unter François Hollande am letzten und dem vorangegangenen Sonntag auch bei den Parlamentswahlen die absolute Mehrheit aller Stimmen für sich verbuchen konnten, wollen sie jetzt auch homopolitisch schnell aktiv werden
Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem kündigte am Wochenende in Lyon an, die Regierung werde bis zum nächsten Jahr schnell und unproblematisch eine Gesetzesänderung herbeiführen, die die Ehe in Frankreich auch für homosexuelle Paare ermöglichen würde. Das hatte Hollande im Wahlkampf zugesagt, wie er sich überhaupt homofreundlich und offen für Veränderung gezeigt hatte. Das er und seine Regierung diesen Worten nun Taten folgen lassen, ist mehr als wahrscheinlich: Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren stellen die Sozialisten wieder die Mehrheit der Abgerordneten in der Nationalversammlung und den Präsidenten, können also sehr viel freier gestalten als bisher. Die Öffnung der Ehe war bislang an den Konservativen unter Nicolas Sarkozy gescheitert, der sich ausdrücklich dagegen ausgesprochen hatte. (pasch)
Dänemark öffnet die Ehe
Das dänische Parlament hat heute mit 85 zu 24 Stimmen die Homoehe eingeführt
85 Ja-Stimmen zu 24 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen. So einfach können historische Entscheidungen aussehen. Denn das war heute das Ergebnis einer Abstimmung im dänischen Parlament, dass die Ehegesetzgebung von Deutschlands Nachbarland “genderneutral” regelt, heißt: sie gilt jetzt auch für Schwule und Lesben. Das es darum ging, Gerechtigkeit herzustellen und einen Mißstand abzuschaffen und nicht darum Schwulen und Lesben eine Extrawurst zu braten, betonte auch der dänische Premierminister Helle Thorning-Schmidt: “Ab heute können homosexuelle Paare in Dänemark die Ehe eingehen, genau wie alle anderen Paare.”, sagte er nach der Abstimmung.
Dänemark war 1989 das erste Land der Welt gewesen, das eine “zivile Partnerschaft” für Schwule und Lesben eingeführt hatte. (pasch)
Buenos Aires legalisiert Homoehe für Ausländer
Die Stadtverwaltung von Buenos Aires gibt bekannt: Ab jetzt können auch Ausländer gleichen Geschlechts in der Argentinischen Stadt heiraten
Schon seit 2010 ist es für Argentinier möglich, auch als homosexuelles Paar zu heiraten, mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichen. Die Stadtverwaltung von Buenos aires zieht nun nach: Ab jetzt können sich auch Touristen und Menschen ohne argentinische Staatsbürgerschaft gleichen Geschlechts in den Ämtern der Stadt das Ja-Wort geben. Die argentinische LGBT-Organisation La Federación Argentina de Lesbianas, Gays, Bisexuales, y Trans lobt die Entscheidung als folgerichtig, da das Eherecht für Ausländer in Artikel 20 der Staatsverfassung garantiert wird. (pasch)
Madonnas einziges Interview auf Facebook
Wäre Madonna Präsidentin der USA, gäbe es die Homoehe für alle
Samstag Nacht gab die (immer noch) regierende Königin des Pop das einzige Interview um ihr neues Album MDNA zu promoten. Sie tanzte, sang und sprach mit dem amerikanischen Talkshow-Moderator Jimmy Fallon, der im amerikanischen Fernsehen seine eigene Late-Night Show hat. Statt im Studio traf man sich allerdings live auf Facebook.
„Ich finde das den direktesten Weg um mit meiner weltweiten Fangemeinde in Kontakt zu treten und es allen gleichzeitig zugänglich zu machen.“
Madonna beantwortete fast eine Stunde lang Fragen von Fans aus aller Welt und gab unter anderem bekannt, dass „Jeder überall heiraten könnte“, wenn sie Präsidentin der USA wäre und das die proben für ihre Tour „brutal“ wären. „Ich habe überall blaue Flecken“, gab der Weltstar zu. Madonna Welttour beginnt am 29. Mai in Israel. (pasch)










