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Pornolegende Erik Rhodes erliegt Herzversagen

Eric Rhodes (Foto Falconstudios)

Eric Rhodes (Foto Falconstudios)

Einer der größten Stars der schwulen Erotikbranche starb Mittwoch an einem Herzanfall. Er war 30 Jahre alt

Prominente Vertreter des amerikanischen Pornogeschäfts reagierten geschockt auf die Nachricht vom Tod des Superstars. Rhodes starb nach letzten Informationen in der Nacht zu Mittwoch im Schlaf an Herzversagen. In seinem Blog hatte Rhodes in letzter Zeit immer öfter über seine Probleme mit Muskelaufbaupräparaten (“Ich warte, bis ich explodiere oder meine Leber aufgibt.”) und der Droge Crystal Meth gesprochen.
Seine Karriere begann er mit 24, es folgte ein Kometenhafter Aufstieg an die Spitze der Pornoindustrie. Für einige Jahre war Erik Rhodes der größte Star der Falcon Studios, der erfolgreichsten und bekanntesten Firma des schwulen Erotikgeschäfts. Falcon veröffentlichte heute folgende Pressemitteilung:

“Mit großer Trauer geben wir den Tod von Erik Rhodes bekannt. Unser herzliches Beileid gilt seiner Familie und seinen Freunden. … Erik war ein warmherziger, schöner Mensch, der jeden Raum den er betrat ein bißchen leuchten ließ. Der Spaß und die Freunde die er sowohl uns wie seinen Fans bereitet hat, waren unvergleichlich. Ruhe in Frieden Eric, wir werden uns immer an dein Leben und deine Erfolge erinnern. Aber du wirst uns auch für immer fehlen.” (pasch)

PORNOSUPERSTAR

Pornosupertstar, Illustration: Mathias Vef/Schwarzrosagold.de

Pornosupertstar, Illustration: Mathias Vef/Schwarzrosagold.de

Früher galt: Wer berühmt werden wollte, wurde Popstar. Heute gilt: Wer berühmt werden will, wird Pornostar. In de Januar-Ausgabe Peter Rehberg erklärt, warum Sexdarsteller zu den Superstars des 21. Jahrhunderts geworden sind.

PORNOSUPERSTAR

MÄNNER JANUAR 2011 – PORNOSUPERSTAR

Was willst du werden, wenn du groß bist?

Als Kind hatte ich nie eine Antwort auf diese Frage. Wohl in weiser Voraussicht, dass meine Ideen bei den Erwachsenen damals nicht so gut angekommen wären.
Als Teenager war ich dann erst mal mit dem Schwulsein beschäftigt. Ich ahnte, dass die Frage danach, was man werden will – die Frage nach dem Beruf – mit der Identitätsfrage nicht unbedingt etwas zu tun haben muss. So trat an die Stelle der Frage „Was willst du werden?“, eine andere Frage: „Wie werde ich am besten schwul?“
Die hauptsächlich heterosexuelle Umwelt konnte einem dabei kaum helfen, aber schwule Kids kriegen schon irgendwie mit, wie es läuft. Eine wichtige Rolle bei der Selbstfindung spielen Pornos. Heute mehr denn je. Denn schließlich geht es darum, die eigne Sexualität zu entdecken. Dabei können Pornostars noch viel mehr sein als Wichsvorlagen.
Ihr Aussehen prägt den schwulen Stil. Ihr Umgang mit Männern, ihre Gesten, ihre Blicke beeinflussen unser Verhalten. Auch wenn wir wissen, dass es pure Fantasie ist, haben sie eine Auswirkung auf unser reales Leben. Ob wir wollen oder nicht. Für Schwule sind Pornostars – mehr noch als Popstars – zu Superstars geworden (siehe Seite 12). Einer von Ihnen, Michael Lucas, erzählt in unserem Interview ausführlich von der Arbeit vor und hinter der Kamera (Seite 16). Einblicke in die Glamour-Welt des Porno gibt auch die legendäre Porno-Produzentin Chi Chi LaRue (Seite 26)
Man muss nicht gleich zum Pornostar werden, um sein Schwulsein zum Beruf zu machen. Eine andere Möglichkeit ist es zum Beispiel, Journalist in den schwulen Medien zu werden. Ich habe viereinhalb Jahre als Chefredakteur für die MÄNNER gearbeitet. Nach der kommenden Ausgabe wird es einen Wechsel geben. Damit der Schock nicht allzu groß wird, kündige ich jetzt schon mal meinen Abgang an – aber ein Heft haben wir noch zusammen! Für Ihre Treue als Leser in den letzten vier Jahren möchte ich mich schon mal bedanken. Einen guten Start ins neue Jahr mit neuen Zielen,

wünscht

Peter Rehberg





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